4. November 2019

News

Kalter Krieg und Architektur 

Text: Fenja Graf

Architekturzentrum Wien

–24. Februar 2019

azw.at

 

Der architektonische Reiz Wiens ist nicht nur Hundertwasser und Jugendstil- und Barockgebäuden zu verdanken: Die Ausstellung „Kalter Krieg und Architektur – Beiträge zur Demokratisierung Österreichs nach 1945“ rückt die Bauten der Nachkriegszeit in den Fokus, welche Wien letztendlich die architektonische Vielschichtigkeit verliehen, die die Stadt heute prägt. 



 

Nach dem zweiten Weltkrieg unterzog sich Österreich nicht nur einem politischen Systemwechsel, sondern war auch Schauplatz des Aufeinandertreffens der vier Siegermächte und des Ost-West Konfliktes im Kalten Krieg – was sich nicht zuletzt auch im Stadtbild niederschlug. Großbritannien, die USA, Frankreich und die Sowjetunion trafen im besetzten Wien aufeinander und somit auch deren unterschiedliche Ideologien. Diese Umstände sorgten dafür, dass die Stadt gesellschafts- und kulturpolitisch internationalisiert wurde. Nicht zuletzt, weil die Besatzungsmächte sich profilieren wollten, was dann in Form von ideologieträchtigen Architektur- und Kulturprogrammen geschah. Neben den kulturellen „Erziehungsmaßnahmen“ der Besatzer, welche immer von der jeweiligen Gesinnung gefärbt waren, gab es natürlich auch bedeutende Einflüsse von lokalen Traditionen und Netzwerken.

Angelehnt an die Besatzungszonen ist auch die Ausstellung in vier entsprechende Teile untergliedert, welche die jeweilige kulturelle Selbstdarstellung der Besatzer darlegen sollen. Dafür stellt das Architekturzentrum Wien Fotografien, Pläne, Filme und Originalzeichnungen aus, die teilweise noch nie gezeigt wurden und die Unterschiede in den Sektoren verdeutlichen. Diese Transnationale Zusammenschau soll ein Sittenbild der Nachkriegsmoderne bilden, welches auch mit den großen Ereignissen des Kalten Krieges verknüpft wird. So wird nicht nur österreichische, sondern auch globale Architekturgeschichte thematisiert – beispielsweise auch die Architekturexporte als Folge einer aktiveren Außenpolitik.

Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation auf Deutsch und Englisch bei Park Books.

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