Viviane Sassen.
Umbra

Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg

– 20. August 2017

deichtorhallen.de


Als erste Einzelausstellung der Fotografin Viviane Sassen in Deutschland zeigt das Haus der Photographie in Hamburg die Ausstellung „Umbra“. Die Ausstellung zeigt sehr persönliche Arbeiten der Fotografin. Darin werden auch die persönlichen Bezüge Sassens sichtbar, beispielsweise zu Kenia, dem Land, in dem sie aufwuchs und häufig arbeitet.




Umbra, lateinisch für Schatten, ist das Leitmotiv der acht Fotoserien, denen jeweils ein eigener Ausstellungsraum gewidmet ist. Sassens Fotografien sind bekannt für das Spiel zwischen Licht und Schatten, das durch ein überspitztes Kolorit besonders zur Geltung kommt. Auch geometrische Formen und die Abstraktion von Körpern und einzelnen Körperteilen sind wiederkehrende Motive, die in allen Serien auf unterschiedliche Weise interpretiert werden.

So ist „Totem“ eine Rauminstallation, in der Fotografien als bewegter Bildstreifen an die Wände projiziert werden. Die nebenliegende Wand ist verspiegelt, sodass sich ein bewegter Raum mit starken Symmetrieachsen um die Betrachter herum bildet. Sie werden, zum einen als Subjekte im Zentrum des Raums, aber auch als Spiegelung und als Schatten, Teil des Gesamtwerks. Spiegel sind auch in weiteren Serien Protagonisten. So werden sie eingesetzt, um Körperteile visuell vom restlichen Körper zu trennen und sie im Zusammenspiel mit den Spiegelungen zu surreal anmutenden Bildkompositionen werden zu lassen. In der Wüste in den Sand gesteckt, ergibt sich ein geometrisches Zusammenspiel aus Lichtreflexen und farbigen Schatten. Aber auch in einer metaphorischen Übertragung sind Schatten die Hauptmotive. Dabei beleuchten sie die Auseinandersetzung mit dem Sterben und den verborgenen, oft düsteren Seiten der Menschen.


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