Das Glas der Architekten.
Wien 1900–1937

MAK, Wien

– 17. April 2017

mak.at


Als langfristige Gemeinschaftsinitiative der Fondazione Giorgio Cini und der Pentagram Stiftung, widmet sich Le Stanze del Vetro der Erforschung, Erhaltung, Archivierung und Digitalisierung der Glaskunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Januar diesen Jahres wurde in Kooperation mit Le Stanze del Vetro die Ausstellung „Das Glas der Architekten. Wien 1900–1937“ realisiert, die noch bis 17. April 2017 zu sehen ist. Damit wird erstmals in Wien eine Sammlung von mehr als 300 Glasobjekten aus den letzten Jahrzehnten der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum Ende der Ersten Republik gezeigt.




Als Glasgestalter bestimmte eine Gruppe junger Architekten – unter ihnen Studierende der Wiener Akademie der bildenden Künste unter Otto Wagner, der Kunstgewerbeschule und der Technischen Universität – die Form und Technik der Glaserzeugnisse entscheidend mit. Glas etablierte sich zu der Zeit als Material der Moderne. Durch den Kontakt zu einflussreichen Wiener Glasmanufakturen, wie E. Bakalowits und Söhne und J. und L. Lobmeyr sowie Reformkunstbewegungen wie der Wiener Secession, war es möglich, völlig neuartige Formkonzepte zu realisieren. Zu den renommierten Protagonisten der Wiener Moderne zählen unter anderen Josef Hoffmann (1870–1956), Koloman Moser (1868–1918) und Joseph Maria Olbrich (1867–1908). Von ihnen stammen die entscheidenden Entwürfe für Zier- und Gebrauchsglas. Das Wiener Kunstglas nach Architektenentwürfen wurde zum festen Bestandteil und Merkmal bedeutender Reformkunstausstellungen, wie 1900 in der 8. Secessions-Ausstellung in Wien, oder der Werkbund-Ausstellung in Köln 1914. Die Ausstellung „Das Glas der Architekten. Wien 1900–1937“ widmet sich in sieben Kapiteln Themen wie: „Das Glas in der Wiener Werkstätte“, „Kriegsgläser“, „Bronzitglas“, „Die klassizistischen Gläser nach Entwürfen Josef Hoffmanns“ und „Die Gläser aus den Fachschulen“. Ergänzt werden die Glasarbeiten durch Entwürfe der Architekten und Fotografien der damaligen Ausstellungen. Gemeinsam mit der Ausstellung „Handwerk. Tradiertes Können in der digitalen Welt“ (noch bis 9. April 2017) lenkt das MAK damit den Fokus auf Glas als einen wesentlichen Werkstoff für Kunsthandwerk und Design in den verschiedensten Epochen.

 

Der reguläre Eintrittspreis beträgt 9,90 Euro. An Dienstagen ist der Eintritt von 18 Uhr bis 22 Uhr kostenlos. Eine Führung mit dem Schwerpunkt Glas findet jeweils samstags ab 15 Uhr und sonntags ab 14 Uhr statt. Der Katalogzur Ausstellung ist im MAK Design Shop erhältlich.



















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